Da in der Gemeinschaftsunterkunft in Weilheim noch immer Essenskisten statt Bargeld verteilt werden, fordern wir zuerst eine sofortige Umstellung, da diese Praxis der Menschenwürde und dem Recht auf soziale und kulturelle Teilhabe widerspricht.
Doch dies kann nur ein allererster Schritt sein: Obwohl die Asylgesetzgebung lückenhaft ist und damit den Behörden durchaus das Recht einräumt, ein Bargeldsystem einzuführen, so ist sie dennoch geschrieben, um auszugrenzen und zu diskriminieren. Deshalb fordern wir eine umfassende Änderung der Asylgesetzgebung. Aufnahmelager und Gemeinschaftsunterkünfte sollten in einer modernen demokratischen Asylpolitik keine Rolle spielen, da sie Menschen ausgrenzen und ihre Bewegungsfreiheit einschränken.
Ein Fahrplan könnte also lauten: Für bessere Bedingungen in der GU Weilheim kämpfen, das Kistenregime abschaffen, die Gebäude sanieren, Mobilität durch kostenlose Nahverkehrstickets garantieren, dann die rechtliche Seite betrachten und für die Abschaffung des Sachleistungsprinzips und der Gebundenheit an einen Landkreis streiten.
In Kooperation mit anderen Organisationen von und für Flüchtlinge, sowie Parteien und Kirchen wollen wir eine Öffentlichkeit schaffen, um diese Forderungen umzusetzen!